UM Wohnen, Sicherheit & Infrastruktur
Bezahlbarer Wohnraum
Die Forderung nach günstigem Bauland, weiterer Sozialbindung und Nachverdichtung, die auch die CDU mitträgt, reicht alleine nicht aus. Wir wollen mehr als nur fordern – wir wollen tragfähige Konzepte entwickeln. Dabei steht für uns folgende Reihenfolge außer Frage: Nachverdichtung im Bestand, Baulücken schließen, für moderates Wachstum auch Neuerschließung.
Vermiete AN / MIT Deiner Stadt
In Umstadt und den Stadtteilen stehen bis zu 400 Wohneinheiten leer oder sind dauerhaft ungenutzt. Diesen Leerstand wollen wir proaktiv über Verwaltung, Ehrenamt und Politik besonders für Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen nutzbar machen. Um Hürden für die Vermietung gering zu halten, kann dies im Rahmen des bestehenden Konzeptes „Vermiete an Deine Stadt“ geschehen.
Baue MIT Deiner Stadt
Geeignete, brachliegende Grundstücke der Stadt sollen in Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft und Groß-Umstädter Bürgern zu bezahlbarem/gefördertem Wohnen aktiviert werden. Die Stadt kann darüber hinaus auch etwaige Vorkaufsrechte zum Erwerb passender Grundstücke nutzen.
Die Stadt bringt die Flächen ein und erhält von den beteiligten Privaten im Gegenzug vermietbare Wohnungen als Eigentümerin. Aus Brachflächen wird Einkommen für den Stadthaushalt generiert, zeitgleich wächst die Vermögensposition und Wohnraum wird geschaffen.
Nordspange – Plan B
Nach verlorenen Jahrzehnten wollen wir an einen Plan B herangehen, der die bisherigen Hinderungsgründe aufnimmt und in ein neues Konzept mit einbringt.
Baufenster Ernst–Reuter–Schule
In Zusammenarbeit mit dem Landkreis wollen wir zeitgleich zur Planung der neuen Schule ein Quartierskonzept entwickeln, um dies sofort nach Umzug der Schule zu realisieren. Dabei wollen wir auch alternativen Wohnformen inkl. barrierefreiem Wohnen, betreutem Wohnen und Mehrgenerationen-Modellen Raum geben.
Ehemaliges Bettenhaus der Kreiskliniken
Unter enormen laufenden Kosten steht das ehemalige Bettenhaus in zentralster Lage leer. Konzepte sind bisher nicht bekannt, während die Liste an Ideen nahezu endlos lang erscheint. Wir können uns unter anderem folgende Nutzungen vorstellen: Wohnungen für Auszubildende und Studierende, bezahlbarer Wohnraum mit einfachem Standard, Frauen in Notsituationen, Start-Up-Hub, Shared Office, Veranstaltungsräume, Begegnungsstätte für Vereine und Kulturen.
Wir fordern vom Landkreis transparente, verlässliche und nachvollziehbare Informationen darüber, was mit dem ehemaligen Bettenhaus geschehen soll. Gemeinsam mit dem Landkreis wollen wir zügig und offen an tragfähigen Lösungen im Interesse der Stadt arbeiten – statt wertvolle Zeit und Ressourcen durch Unklarheit zu verlieren.
Moderne Verkehrswege
Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist nicht nur ein Garant für individuelle Mobilität – sie ist auch ein entscheidender Standortfaktor für alle Unternehmen und beeinflusst wesentlich die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger.
Ausbau B45 mit Augenmaß
Eine schnellstmögliche Ertüchtigung am Semder Kreuz mit zwei Fahrspuren und anschließender Verjüngung in Richtung Dieburg analog der bereits erfolgreichen Umsetzung dieses Konzeptes in Richtung Höchst ist zu realisieren. Erst nach einer Bewertung dieser Maßnahme sollte ein drei- oder vierspuriger Ausbau diskutiert werden, der dann vielleicht gar nicht mehr notwendig erscheint.
Tempo 30 im Stadtgebiet und den Ortsteilen
Einzelne Maßnahmen (z.B. Breite Gasse) stoßen auf große Kritik und erhöhen sogar das Gefahrenpotential. Eine Überprüfung der Gegebenheiten erscheint notwendig und eine deutlich steigende Zahl von Zebrastreifen sollte der Sicherheit der Fußgänger und besonders der Kinder zuträglich sein. Eine Bürgerbefragung auf digitalem Wege könnte eine schnelle Umsetzung begleiten.
Odenwaldbahn zum leistungsfähigen Ringverkehr ausbauen
Die Odenwaldbahn ist eine zentrale Lebensader für unsere Region und verbindet den Odenwald bereits heute zuverlässig mit Darmstadt, Frankfurt und Hanau. Wir setzen uns dafür ein, die bestehenden Strecken aus Eberbach und Erbach über den Pendlerbahnhof Wiebelsbach so weiterzuentwickeln, dass langfristig ein Ringverkehr entsteht. Ein solcher Ausbau ermöglicht dichtere Taktungen, kürzere Wartezeiten und eine deutlich attraktivere Nutzung des Schienenverkehrs für Pendlerinnen und Pendler sowie für den Freizeitverkehr. Die notwendige Finanzierung muss dabei durch das Land Hessen und den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) sichergestellt werden.
Unabhängig davon wollen wir die Verbindung zwischen Wiebelsbach und Groß-Umstadt kurzfristig verbessern. Bis zur möglichen Umsetzung eines Ringverkehrs setzen wir uns für verlässliche, gut abgestimmte Zug- oder Busverbindungen ein, die den Umstieg erleichtern und die Erreichbarkeit unserer Stadt deutlich erhöhen. Mit der Realisierung des Ringverkehrs würde sich diese Verbindung zusätzlich und dauerhaft verbessern.
Stabile Versorgungssysteme / Sonstige Infrastruktur
Stadion Groß-Umstadt
Nach Jahren der Vorarbeit muss ein klares, bezahlbares Bauherren- und Betreiberkonzept unter Einbeziehung der Schulen bzw. des Landkreises, aller Fördertöpfe, Sponsoring-Ideen und der Finanzkraft der Vereine erarbeitet werden. Initiale Kosten, aber auch die Folgekosten gilt es klar zu beziffern und gegen den Bedarf abzuwägen.
Strategische Partnerschaft mit den Universitäten in Darmstadt
Politik, Verwaltung, Bürgermeister und Stadträte sollen eine Wissensallianz mit den Universitäten in Darmstadt etablieren. Wir wollen den nahezu unendlichen Pool an Know-How der TU und H-DA zur Lösung der dringlichsten Themen in unserer Stadt nutzen.
In einer Win-Win-Situation können uns die Professoren, deren Wissenschaftliche Mitarbeiter und natürlich die Studierenden bei vielen Themen, sicherlich auch kostengünstig, helfen, wie z.B. bei der Erstellung von Konzepten für Bettenhaus Kreiskliniken, Quartiersentwicklung am Standort der jetzigen Ernst Reuter Schule, Plan B – Nordspange, nachhaltige Verkehrskonzepte, Umweltschutz und Energiethemen.
Feuerwehren und Rettungswesen
Wir wollen sicherstellen, dass Groß-Umstadt auch künftig über leistungsfähige und einsatzbereite Feuerwehren sowie starke Rettungsorganisationen verfügt.
Der ehrenamtliche Einsatz ist dabei das Fundament unserer Gefahrenabwehr. Wir unterstützen die engagierte Arbeit in den Einsatzabteilungen der Feuerwehren in allen Stadtteilen ebenso wie die Arbeit der Fördervereine.
Eine starke und nachhaltige Nachwuchsarbeit liegt uns besonders am Herzen. Die Jugendangebote aller Rettungsorganisationen wollen wir weiterhin fördern und stärken, um Engagement, Verantwortung und Gemeinschaft frühzeitig zu vermitteln.
Sicherheit und Ordnung – starke UM-Stadtpolizei
Groß-Umstadt soll eine sichere, lebens- und liebenswerte Stadt bleiben.
Wir setzen uns für eine noch stärkere Präsenz des Ordnungsamtes mit seinen Ordnungskräften vor Ort ein, auch in enger Zusammenarbeit mit dem freiwilligen Polizeidienst. Das Ordnungsamt verstehen wir dabei nicht nur als Kontrollinstrument, sondern als ansprechbare Stadtpolizei: eine starke Truppe, sichtbar, präsent und unterstützend im Alltag der Bürgerinnen und Bürger.
Dazu gehört auch eine noch konsequentere und wirksamere Kontrolle des ruhenden Verkehrs, insbesondere falsches und/oder behinderndes Parken an den sattsam bekannten Problem- und Gefahrenstellen, nicht nur im Stadtgebiet, sondern auch in den Stadtteilen. Diesen immer wieder geäußerten Wunsch der Bevölkerung unterstreichen wir mit Nachdruck.
Der freiwillige Polizeidienst leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und zum Sicherheitsgefühl in unserer Stadt.
Ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit und zum Sicherheitsgefühl ist zudem eine gute und bedarfsgerechte Beleuchtung öffentlicher Räume. Wir setzen uns dafür ein, Freizeit- und Aufenthaltsflächen wie die Bleiche, den Gruberhof oder die Tiefen Wiesen dort, wo es sinnvoll ist, besser auszuleuchten. Dabei soll moderne, energieeffiziente Beleuchtung eingesetzt werden, die durch eine geeignete Leuchtfarbe und gezielte Ausrichtung sowohl die Umwelt schont, als auch Lichtverschmutzung minimiert. So verbinden wir mehr Sicherheit mit Verantwortung für Natur und Umwelt.
UM Sauberkeit im öffentlichen Raum bemühen
Rückmeldungen aus Bürgerbefragungen nehmen wir ernst. Auch das Thema Sauberkeit im öffentlichen Raum bewegt die Gemüter und ist Kennzeichen einer lebens- und liebenswerten Stadt. In erster Linie sorgen die Bürgerinnen und Bürger selbst für eine saubere Stadt. Vieles ist inzwischen weitgehend selbstverständlich geworden, etwa die Beseitigung der Hinterlassenschaften des Vierbeiners durch Frauchen oder Herrchen. Umso mehr fallen die eher wenigen Ausreißer auf. In mancher Hinsicht aber ist immer noch Luft nach oben: dauerhaft vermüllte Anwesen, Müllablagerungen im öffentlichen Raum und in der Natur, besonders auch an Glas- und Kleidercontainern, unzureichender Kehr- und Winterdienst von Anliegern, auch überhängende Äste an Gehwegen sind nur einige Beispiele. Unterstützen wir als Bürgerinnen und Bürger die vielfältigen Dienste des städtischen Bauhofs UM eine gepflegte Stadt!
CDU – Es geht UM deine Stadt. Groß-UM-Stadt.
UM Wohnen und Infrastruktur.