UM Familie & Soziales

UM Familie und Soziales

Stark – weil wir niemanden vergessen.

Groß-Umstadt ist dann stark, wenn niemand durch das Raster fällt. Soziale Verantwortung zeigt sich im Alltag der Menschen. Unser Anspruch ist es, Familien, Kinder, Jugendliche, Ältere und Menschen in besonderen Lebenslagen verlässlich zu unterstützen – nah, menschlich und vorausschauend.

Dabei ist uns wichtig: Die Stadt handelt nicht allein, sondern übernimmt eine koordinierende und vernetzende Rolle. Gemeinsam mit bestehenden Trägern, Vereinen, Fachstellen und Ehrenamtlichen wollen wir Angebote besser aufeinander abstimmen, Zugänge erleichtern und Unterstützung übersichtlich und verlässlich erreichbar machen – ohne neue Parallelstrukturen zu schaffen.

Familien stärken – Alltag im Blick behalten

Familienpolitik entscheidet sich nicht im Konzept, sondern im Alltag. In den vergangenen Jahren wurde viel aufgebaut, so in der Kinderbetreuung. Jetzt geht es darum, genau hinzuschauen: Wo hakt es konkret? Wo fehlen kurzfristig Kräfte? Und wie kann die Stadt flexibel reagieren, damit Angebote verlässlich funktionieren oder Familien nicht allein gelassen werden.

Dafür brauchen wir bewegliche und bedarfsgerechte Personalstrukturen.

Wer Verantwortung für Menschen übernimmt, ob beruflich oder ehrenamtlich, verdient unseren Respekt, gute Arbeitsbedingungen und echte Wertschätzung. Dazu gehören faire und attraktive Arbeitsbedingungen ebenso wie zusätzliche Angebote, etwa ein betriebliches Gesundheitsmanagement oder Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Engagement. Wertschätzung zeigt sich für uns nicht nur in Worten, sondern vor allem im täglichen Umgang, in transparenter Kommunikation und in der Unterstützung derjenigen, die sich für andere einsetzen.

Generationen verbinden – Zusammenhalt aktiv gestalten

Der gesellschaftliche Zusammenhalt lebt vom Miteinander der Generationen. Begegnungen zwischen Jung und Alt stärken Verständnis, Solidarität und gegenseitige Unterstützung. Wir wollen generationenübergreifende Projekte, Patenschaften und Begegnungsformate fördern, die Vereinsamung vorbeugen und Gemeinschaft im Alltag erlebbar machen.

Orientierung schaffen – Unterstützung bündeln

Familien, Ehrenamtliche und Menschen in besonderen Lebenslagen brauchen einfache Zugänge zu unterstützenden Angeboten.

Wir setzen uns für einen zentralen Anlaufpunkt für Familie und Soziales ein – als realen Ort und ergänzend in digitaler Form. Beratung, Vernetzung und Information sollen gebündelt werden, damit Hilfe übersichtlich, niedrigschwellig und für alle Generationen erreichbar ist. Die konkrete Ausgestaltung erfolgt gemeinsam mit bestehenden Trägern und Fachstellen. Ziel ist es, Strukturen sinnvoll zu vernetzen und Doppelwege zu vermeiden – nicht Leistungen abzubauen.

Verantwortung übernehmen – Fördermittel gezielt nutzen

Viele soziale Projekte lassen sich durch Fördermittel von Land, Bund oder EU realisieren. Wir wollen diese Möglichkeiten gezielt nutzen und soziale Projekte vorausschauend entwickeln. Ein aktives Fördermittel- und Projektmanagement kann helfen, Familien und soziale Gruppen zu unterstützen, ohne den städtischen Haushalt dauerhaft zusätzlich zu belasten.

Qualifizierte Fachkräfte mit guten Arbeitsbedingungen sind dabei unverzichtbar und bilden die Grundlage für wirksame soziale Arbeit. Gleichzeitig lebt der Erfolg vieler sozialer Projekte von der Unterstützung durch ehrenamtliches Engagement. Ehrenamt ergänzt professionelle Arbeit sinnvoll und ist für Zusammenhalt und gesellschaftliches Miteinander unverzichtbar – kann und soll jedoch keine qualifizierte Facharbeit ersetzen.

Soziales von Anfang an mitdenken

Familie und Soziales dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Bei Wohnen, Quartiersentwicklung, Mobilität, Bildung und Begegnung müssen soziale Aspekte von Beginn an mitgedacht werden. Lebensqualität entsteht dort, wo Stadtentwicklung und menschliche Bedürfnisse zusammen betrachtet werden.

Menschen in Not schützen – differenziert und verantwortungsvoll handeln

Menschen in akuten Notlagen brauchen Schutz, Struktur und Perspektiven. Die derzeitige Situation, insbesondere die der Wilhelm-Liebknecht-Straße, ist für alle Beteiligten nicht zufriedenstellend und auf Dauer nicht tragfähig.

Wir setzen uns für eine Neuordnung der Unterbringung ein, die unterschiedlichen Bedarfen gerecht wird: Dazu gehören separate, geschützte Unterkünfte für Frauen und Familien sowie ergänzende Wohn- und Betreuungsangebote in enger Zusammenarbeit mit bestehenden Fachstellen und Trägern. Ziel sind würdige, sichere und verantwortungsvolle Lösungen, die sowohl den Schutz der Betroffenen gewährleisten als auch das Umfeld entlasten und Perspektiven eröffnen.

So verstehen wir soziale Verantwortung: verlässlich, menschlich und vorausschauend.

Kinderbetreuung

Wir haben ausgezeichnete Betreuungsangebote, auch für Kinder unter drei Jahren. Tagespflegeeltern leisten dabei einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag. In der Vergangenheit wurde der zukünftige Betreuungsbedarf jedoch regelmäßig zu hoch eingeschätzt. Aktuelle Zahlen der ecom zeigen für die kommenden Jahre – je nach Szenario – einen mehr oder weniger deutlichen Rückgang der Kinderzahlen. Darauf muss die Stadt mit einem Konzept zur Anpassung an diese Entwicklung reagieren, welches auch die Betreuung durch die Tagespflegeeltern berücksichtigt. Gleichzeitig muss die Stadt kurzfristig und lösungsorientiert auf aktuelle Entwicklungen reagieren, etwa bei akutem Renovierungsbedarf. Zudem ist eine zentrale Platzvergabe für alle Träger nach einheitlichen Kriterien endlich einzurichten, die die Tagespflege einbezieht. Beim Übergang von der U3 in die Ü3-Betreuung dürfen Kinder aus der Kindertagespflege nicht benachteiligt werden.

Schule

Träger der Schulen ist der Landkreis, maßgeblich mitfinanziert jedoch von den Gemeinden. Wir sehen uns in der Pflicht, für die Zukunft der Grundschulen in den Stadtteilen einzutreten. Wir sind in der glücklichen Lage, das Max-Planck-Gymnasium und die Ernst-Reuter-Schule hier zu haben. Den Standort und die gute Entwicklung dieser weiterführenden Schulen wollen wir in allen Belangen noch stärker unterstützen, besonders auch den Neubau der ERS.

Bedarfsgerechte Angebote für Mittagessen und Nachmittagsbetreuung müssen gewährleistet sein. Die städtischen Jugendpfleger sollen gemeinsam mit der Schulsozialarbeit vormittags in den Schulen präsent sein.

Jugendarbeit

Die Angebote der Jugendarbeit in den Stadtteilen und in Umstadt sollen zusammen mit den Jugendlichen sowie besonders unter Einbeziehung der Vereine weiterentwickelt werden. Unser Motto dafür lautet: Kooperation statt Konkurrenz.

Ergänzend setzen wir auf ein Konzept der aufsuchenden Jugendarbeit in den Stadtteilen. Mobile Ansprechpartner sollen dort präsent sein, wo sich Jugendliche tatsächlich aufhalten und frühzeitig Kontakt aufbauen. So erreichen wir auch junge Menschen, die bestehende Angebote bislang nicht nutzen, und stärken Prävention, Beteiligung und Vertrauen vor Ort.

Darüber hinaus wollen wir projektbezogene Angebote direkt in den Stadtteilen ermöglichen. Zeitlich begrenzte Projekte – etwa zu Sport, Kultur, Medien oder handwerklichen Themen – sollen gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt und flexibel vor Ort umgesetzt werden. So entstehen niedrigschwellige Angebote, die sich an den Interessen der Jugendlichen orientieren und die Stadtteile gezielt stärken.

Senioren

Wir wollen die Lebensqualität und Selbstbestimmtheit für unsere älteren Mitbürger stärker in den Blick nehmen und nachhaltig sichern. Dazu gehören mehr Möglichkeiten der Mobilität im Alter, auch durch ÖPNV und Bürgerbus. Jegliche Infrastrukturmaßnahmen müssen schon in der Planung die Bedürfnisse der Älteren mitdenken, so etwa durch barrierefreie Gehwege und Zugänge.

Besonders wichtig sind uns die Seniorennachmittage: Sie sind Orte des Austauschs, der Begegnung und des gemeinsamen Miteinanders. In den vergangenen Jahren wurden die Mittel dafür gekürzt, doch wir setzen uns dafür ein, dass ausreichend finanzielle Mittel bereitstehen, um ein lebendiges, abwechslungsreiches und ansprechendes Programm zu ermöglichen.

Wir fördern die Bildung digitaler Kompetenz, gerade auch für ältere Menschen – etwa zu Smartphone-Nutzung, Online-Behördengängen, Online-Banking oder digitaler Sicherheit. Die Angebote sollen in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule, dem Seniorenbeirat sowie durch generationsübergreifende Formate – etwa schulische AGs nach dem Prinzip „Jung hilft Alt“ – umgesetzt werden. Die UM-StadtApp könnte eine Funktion für Nachbarschaftshilfe enthalten, über die alle Bürgerinnen und Bürger, besonders aber Senioren, unkompliziert Unterstützung im Alltag finden können – zum Beispiel bei Gartenarbeit oder kleineren Hausprojekten. So stärken wir die Teilhabe in einer zunehmend digitalen Welt und ermöglichen älteren Menschen, mehr digitale Selbständigkeit zu gewinnen und dauerhaft zu bewahren.

CDU – Es geht UM deine Stadt. Groß-UM-Stadt.

UM Familie und Soziales.